Komme ich in diese Zahnzusatzversicherung hinein? Nimmt mich die Versicherung an? Hast Du den besten Zahntarif Deiner Wahl gefunden, stellen sich auch diese Fragen. Die Antworten darauf sind von Grundvoraussetzungen abhängig, die sich auch ändern können – wie aktuell geschehen.
Thema Schadenquote
Die Schadenquote in der Zahnzusatzversicherung ist vereinfacht ausgedrückt, das Verhältnis zwischen den für Zahnarztrechnungen ausgegebenen Euros zu den eingenommenen Versicherungsbeiträgen innerhalb eines Jahres. Dieses Verhältnis muss so gesund sein, dass das Versicherungsunternehmen auch alle Rechnungen bezahlen kann und noch ein Gewinn für neue Investitionen übrig bleibt. Ist das nicht der Fall, oder steuert das Unternehmen auf eine solche Situation zu, muss es reagieren. Idee Nr. 1: Man könnte den “schadenhäufigen” Kunden einfach kündigen. Die besten Zahnzusatzversicherungen wie z.B Barmenia ZG Plus, ARAG Z100, CSS flexi ZE top + ZB, verzichten aber auf ihr ordentliches Kündigungsrecht in den ersten 3 Jahren – und das ist auch gut so. Idee Nr. 2: Man nimmt nicht mehr jedes “Risiko” an und korrigiert die Risikoprüfung bei der Annahme oder Ablehnung von Anträgen auf Zahnzusatzversicherung. Zwei Ablehnungen von Kunden mit ziemlich unterschiedlicher Situation, die sich jedoch in einem winzigen Detail des Arztberichtes gleichen, liegen gerade vor mir. Vor dem 01.07.2010 wären beide mit einem Leistungsausschluss auf die Vorerkrankung versichert worden.
Steuerventil Risikoprüfung
Es ist einerseits der bessere Weg für den Kunden, die Risikoprüfung zu verschärfen, als eine Kündigung wegen zu häufiger oder zu hoher Zahnarztrechnungen zu bekommen. Andererseits aber ein deutlicher Nachteil, wenn man direkt bei einer sehr guten Gesellschaft abschließen möchte und als Laie die “Meßlatte” nicht kennt. Mein Tipp: Wende Dich an einen auf Zahnzusatzversicherungen spezialisierten Makler Deines Vertrauens. Er/Sie kann im individuellen Gespräch Deine Prioritäten erfragen und gemeinsam mit Dir die Gesundheitsfragen besprechen. Das telefonische Beratungsgespräch wird auch beim Abschluss über das Internet an dieser Stelle sehr wichtig.
Wichtig: Offenheit
Diese Informationen werden nicht an einen Versicherer weiter gegeben, sondern dienen als Basis zur Auswahl der am besten zu Deinen Wünschen UND zu Deiner Zahngesundheit passenden Zahnversicherung. Da es um eine Entscheidung geht, die im Leistungsfall viele Euro Erstattung von Zahnarztrechnungen sichern soll, ist Offenheit zur Findung der richtigen Lösung wichtig. Das kann manchmal ein anderer Tarif sein, als Du Dir in aufwändiger Recherche selbst heraus gepickt hast. Um die Empfehlung zahnmedizinisch abzusichern (meine Kollegen mögen mir verzeihen), kann von Fall zu Fall auch ein zahnärztlicher Befundbericht sinnvoll sein. Schließlich sind es Deine Zähne – und Dein Portemonaie.
Meine Tipps:
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Lege Deine individuellen Prioritäten fest. Frage Dich: Was ist mir für meine Zahnzusatzversicherung wichtig? Was sollte möglichst mit versichert sein? Worauf lege ich in puncto Zahnbehandlung / Zahnersatz Wert?
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Frage Deinen Zahnarzt nach seiner Einschätzung Deiner Zahngesundheit und lass eventuell anstehende Behandlungen/Reparaturen VOR Abschluss Deiner Zahnzusatzversicherung erledigen. Nimm regelmäßig an seinen Vorsorgeprogrammen (professionelle Zahnreinigung) teil.
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Informiere Dich in den gängigen Tests (z.B Stiftung Warentest, Finanztest Heft 05/2010) vorab, um eine erste Orientierung im “Tarifdschungel” zu haben. Wähle nicht den billigsten, sondern möglichst einen umfassenden Tarif. 60 Euro Beitragsersparnis im Jahr wägen nicht den Frust eines um 1000 Euro höheren Eigenanteils im Leistungsfall auf.
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Schaue im Internet nach, wer sich möglichst im Bereich Zahnzusatzversicherung spezialisiert hat. Ein Spezialist schaut auch hinter die Kulissen von Produkttests, weil er für die Qualität seiner Arbeit gerade stehen muss. Wichtig ist, dass er mehrere Anbieter im Portfolio hat, um ggf. auf Alternativen ausweichen zu können.
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Nutze die Möglichkeit der telefonischen Beratung. Es gibt gute Dienstleister, die gebührenfreie Rufnummern haben, unter welchen man wirklich mit Kundenberatern anstatt mit einem Call-Center verbunden ist. Das ist besonders in Bezug auf die Annahmerichtlinien / Risikoprüfung der Versicherer wichtig.
So legst Du ein gutes Fundament für Deine Zahnzusatzversicherung, die Dir Zahngesundheit, Zahnschönheit und auch ein in diesem Bereich schönes Lebensgefühl
sichern hilft.
Nach Ablauf der Wartezeiten und eventueller Leistungsbegrenzungen der Zahnzusatzversicherung, wird der erste Termin als “Privatpatient beim Zahnarzt” wahrgenommen. Die erste, über die normale Prophylaxe hinaus gehende Rechnung, bei z. B. CSS oder ARAG eingereicht. Meist geht es um den Austausch mehrerer Füllungen, den Ersatz von Kunsstofffüllungen durch Inlays oder den Ersatz älterer Kronen/Brücken durch neue. Nach meinen Erfahrungen werden die Zahnarztrechnungen, die die eingezahlten Beiträge übersteigen, von den Versicheren in den ersten beiden Versicherungsjahren hinsichtlich ihrer Berechtigung genauer geprüft. Berechtigung bedeutet hier, dass durch Arztbericht peprüft wird, ob die Angaben im seinerzeit gestellten Antrag auch wirklich mit der Zahnsituation zum Zeitpunkt der Antragstellung übereinstimmen. Es ist kein Problem für den Versicherer, bei Zahnarztwechsel die Vorbehandler der letzten Jahre anzufragen. In seltenen Fällen kommt es auch vor, dass unmittelbar nach einem Zahnarztwechsel der “neue” Zahnarzt entgegen der Einschätzung des “alten” Kollegen plötzlich akuten Handlungsbedarf sieht. Genaues Nachfragen lohnt sich auch beim Zahnarztbesuch.
Logisch, man schließt eine sehr gute Zahnzusatzversicherung ab, weil man im Leben einfach mit Zahnersatz/Zahnbehandlung rechnen muss. Man hat die Police, damit sie im Fall des Falles ordentlich leistet und einem die Kosten abnimmt. Ordentliche Leistungen brauchen ein gutes Fundament. Ein gutes Fundament wird durch die Auswahl eines Testsiegertarifes und der genauen, korrekten Beantwortung der Gesundheitsfragen gelegt. Sie müssen alles (und nur das), was gefragt wird, wahrheitsgemäß beantworten. Die Gesundheitsfragen können Sie sich hier in den Anträgen der
Möchte man meinen. Bei Zahnversicherungen mit Gesundheitsfragen wird die Zahngesundheit im Zuge des Vertragsabschlusses geprüft. Und bei Zahnversicherungen ohne Gesundheitsfragen? Im Leistungsfall. Denn alle VOR Vertragsabschluss notwendigen, beabsichtigten und angeratenen Behandlungen sind bedingungsgemäß ausgeschlossen – und was “VOR” war, wird gegebenenfalls im Leistungsfall geprüft. Der Abschluss ist für alle Beteiligten wesentlich einfacher und bequemer. Stimmt. Keine Fragen, keine Berichte, keine Bürokratie. Nur: Die Beiträge zahlen Sie – im Zweifelsfall umsonst. Der Abschluss eines Tarifs ohne Gesundheitsfragen kann trotzdem Sinn machen, wenn Sie sich derzeit in einer länger andauerenden Zahnbehandlung befinden, oder eine solche angeraten ist, und sie die nicht betroffenen Zahnregionen dennoch bereits versichern möchten.
